Steuerartensalat

Dieser Ausdruck ist schon unter «Geld regiert die Welt» gefallen!

Personenbezogene Steuern sind dermassen vielfältig, kompliziert und mit wenn, dann, aber, bespickt, dass man sie vom Experten ausfüllen lassen muss – natürlich gegen Entlohnung.

Der Lohnausweisempfänger findet oft die marginal kleinen und versteckten Abzugsmöglichkeiten gar nicht. Geschäftsleute jonglieren, schieben und kaschieren diese Erhebung zum Teil nach Belieben. In Bern fragte ein Händler auf meinen Flyer: „Was ist das?“ Ich: Ein neues Steuersystem. Er: „Steuern?, ich zahle keine Steuern, das ist der Vorteil, wenn man selbstständig Erwerbender ist.

Steuerzahlerbrunnen (Isny im Allgäu) “Am Schluss ist alles für die Katz”

Aber die grösste Ungerechtigkeit erfahren wir bei der Gewichtung der Einkommenssteuer. Wer den Steuertarif in einem Diagramm betrachtet stellt fest, dass die Kurve korrupt verläuft. Dass ab einem gewissen Einkommen nicht mehr alle Bürger der gleichen Steuerbelastung ausgesetzt sind – also nicht mehr alle Bürger gleich sind.
Dem Kleinen wird um die ~15% an Lebenssubstrat entzogen, während Super-Reiche im Verhältnis kaum Einkommen ausweisen und versteuern.

Ich bin der Meinung: Vermögen wird aus jenem Teil vom Einkommen generiert, der zum Lebensunterhalt nicht benötigt wird. Schon heute kennen wir die Vermögenssteuer. Wenn meine Sichtweise stimmt und das Vermögen nicht gebrauchtes Einkommen ist, dann wurde das Geld ja bereits mit dem Einkommen versteuert?

Kann man so sehen, wir aber wollen nicht auf die Vermögenssteuer verzichten, vielmehr soll sie künftig unsere einzige Steuer werden. Dann entfällt auch das leidige Abzugstheater.

Die Einkommenssteuer  ist nichts als Plage für Bürger mit kleinem oder gar keinem Vermögen und Alibi für die wirklich Reichen. Die Kleinen werden noch einmal geschröpft, wohl mit einem kleinen Tarif, der ihnen aber weh tut. Den wirklich Reichen tut keine Steuer weh, ihr Reichtum wächst weiter.

Bei uns wimmelt es nur so von Steuern. Einkommenssteuer, Vermögenssteuer, Mehrwertsteuer, Erbschaftssteuer, das die wesentlichen alle betreffenden Steuern, die LIPUTS erfasst.

Bei dieser Vielfalt werde ich den Gedanken nicht los, sie seien vorwiegend nur für die 70% von Durchschnittsbürgern geschaffen. Ganz nach dem Motto:

«Viel Kleinvieh gibt auch viel Mist!»

Hingegen haben die nationalen Steuergesetze in der zunehmend vernetzten Welt, den Zugriff auf die Kapitaleinkommen der Bürger, auf die Gewinne der global operierenden Unternehmen und das beweglich Kapital der digitalen Wirtschaft verloren / verschlafen, oder sind unsere Politiker etwa dem Geld verpflichtet?

Es ist Zeit für den Wechsel von der Einkommensversteuerung zur Vermögensversteuerung .

Es ist Zeit für LIPUTS

  • Mit diesem Wechsel wird künftig alles ausser, das für den Lebensunterhalt benötigte Geld, entsprechend den jeweiligen Verhältnissen versteuert.
  • Das Ausfüllen der Steuererklärung bedarf einer einzigen Zahl, sie heisst steuerbares Nettovermögen.
  • Der Kleinverdiener hat die Möglichkeit aus den nicht eingezogenen ~15% Einkommen, eigenes Vermögen zu bilden, und wird dann dieses versteuern.